7 Techniken, die beim Texten helfen

Auf der Suche nach perfektem Wording, guten Texten und catchy Headlines? Wir geben Tipps

7 Techniken, die beim Texten helfen

7 Techniken, die beim Texten helfen 1920 1440 Designagentur Panzer & Neumann

Ein neues Projekt steht an, ein guter Text muss her – schnell, effizient und mit wenig Aufwand. Doch was muss man beim Schreiben wissen?

Dieser Artikel liefert viele hilfreiche Tipps für Texter
und solche, die es werden wollen.

Das Briefing blinkt im Postfach oder die Tinte auf dem Notizzettel ist noch frisch – nichts wie ran an die Tasten?! Zum „einfach drauflos schreiben“ motivieren eine Vielzahl an Ratgebern, die sich mit dem Texten beschäftigen. Da kämen einem nämlich die besten Gedanken. Wenn wir nur im Kopf formulieren, benutzen wir nämlich andere Gehirnareale als direkt beim Schreiben. Oft kommt es dann zum berühmten und meist sehr produktiven Geistesblitz. Zuerst sollten aber alle wichtigen verbalen und non-verbalen Informationen auf dem Tisch liegen.

Vor dem Schreiben: Warum Nachfragen kein Zeichen von Dummheit ist

Ein klares Briefing ist natürlich das A und O, aber wer sich schon einmal mit Kommunikation befasst hat, weiß um die verschiedenen Ebenen, auf denen zwei Personen kommunizieren können. Da kann es schon mal passieren, dass der eine davon ausgeht, dass das Gegenüber die richtigen Schlüsse aus dem Gesagten zieht – und umgekehrt. Am Ende gibt es bei Textern und Kunden dann zwei verschiedene Meinungen, wie der gewünschte Text klingen soll.

Ein solches Dilemma passiert tatsächlich öfter als man glaubt, denn Sprache und was man zwischen den Zeilen sagen möchte, ist immer subjektiv. Deswegen ist es besonders wichtig, vor dem tatsächlichen Schreibprozess genau die Vorstellungen des Kunden abzuklopfen. Nachfragen, Nachfragen und Nachfragen, um potenziellen Missverständnissen, Ärger und Kosten vorzubeugen.

Wenn wir also bei unserem nächsten Kundengespräch ganz genau wissen wollen, was der Kunde eigentlich ausdrücken möchte, dann, weil wir unseren Job ernst nehmen.

Erst denken, dann texten.

Wie können wir einen Text gestalten? Am besten hilft, sich erstmal Gedankenfetzen und Stichpunkte aufzuschreiben oder sogar eine Mindmap anzulegen. Nach dem ersten Aussortieren und Ordnen hat man dann einen Pool an möglichen Herangehensweisen, Stilmitteln und Bausteinen, die für den Text gebraucht werden.

Da jeder Text andere Sprachstile und Settings erfordert, gibt es leider keinen Universal-Setzkasten für einen einwandfreien Text. Wenn wir aber die folgenden Punkte berücksichtigen, gelingt uns gutes Wording auch unabhängig vom Stil des Textes.

Und hier sind unsere Tipps

1. Der Anfang – Catch me if you can

Wenn die Werbewelt eines ist, dann auf jeden Fall schnelllebig. Jede Marke, jedes Unternehmen, jede Seite, jede Agentur buhlt beim Marketing nur um eine Sache: unsere Aufmerksamkeit! Deswegen ist eine gute Headline oder ein erster Satz mit das Wichtigste beim Texten. Eine gute Headline lädt im reizüberfluteten Werbe-Dschungel zum Innehalten ein – entweder durch Charme, Witz, Originalität oder durch Neugierde.

Hier positioniert man sich am besten mit dem Fokus auf ein Alleinstellungsmerkmal, eine Besonderheit oder einem Gegensatz zum Konkurrenten. Hauptsache, die Headline animiert zum Weiterlesen und catcht den Leser. Das ist die Voraussetzung, um die Informationen im Text überhaupt erfolgreich unter die Leute zu bringen.

2. Einfachheit

So banal es klingen mag, aber: Gute Texte bestechen durch einen simplen Aufbau. Komplexität kann irreführend sein und sollte vom Satzbau bis zur Wortwahl vermieden werden.

3. Struktur und Übersichtlichkeit

Eine saubere Struktur unterstützt nicht nur den Lesefluss, sondern gibt dem Leser auch eine Einschätzung, wie viel seiner wertvollen Zeit beim Lesen draufgehen muss. Absätze oder Zwischenüberschriften strukturieren den Text visuell und lassen so einen langen Text in kleinen Lese-Happen erscheinen. Viel angenehmer als ein großer Textblock-Riese!

Worttrennung, Gedankenstriche, … und einfach öfter mal einen Punkt machen. Das hilft, innerhalb eines Absatzes übersichtlich zu bleiben. Komplizierte Schachtelsätze dürfen auch draußen bleiben oder bekommen einen Retouren-Aufkleber!

4. Verständlichkeit

Der schönste Text ist tatsächlich für die Tonne, wenn ihn nur der Kunde und der Texter verstehen. Als Texter sollte man seine Rolle als Vermittler zwischen dem Leser und einem Unternehmen bzw. einer Marke verstehen und – wenn nötig – auch dafür einstehen können. Der Adressat einer Textbotschaft ist der Leser und sich in diesen hineinzuversetzen ist ein essenzieller Bestandteil des Texter-Daseins. Welches Wissen haben die Leser? Auf welchem Kenntnisstand befinden sie sich? Welche Bildung und Sozialisierung hat die Zielgruppe?

Der Texter muss hier zum Übersetzer werden. Innovations-Floskeln, Fachbegriffe und Marketingphrasen sollte man präzise, aber so simpel wie möglich beschreiben. Denn Leser und potenzielle Endkunden sind nunmal keine Experten. Daher ist es wichtig, im Unternehmen bekannte Fachbegriffe für die Allgemeinheit verständlich zu machen.

5. Mit Worten Bilder malen

Wer diesen Punkt beherrscht, hat eigentlich schon gewonnen. Denn, um mit Worten Bilder zu malen, muss man kein Dichter aus der Romantik sein. Ein Bild kann auch eine Stimmung, ein Gedanke oder ein Wunsch sein, der sich beim Lesen manifestieren soll. Bildhaft schreiben, Analogien und ungewöhnliche Synonyme finden… Ein spezifisches Wortfeld und auch Neologismen können helfen, die Fantasie des Lesers in eine gewünschte Richtung zu lenken. Auf diese Art bleibt ein Text auch in Erinnerung!

6. Ein Gedanke pro Satz

Unser Kurzzeitgedächtnis kann einen Gedanken beim Lesen nur drei Sekunden aufrechterhalten. Danach fällt es dem Leser schwer, den Bezug zum Satzanfang herzustellen. Das bekannte „Stolpern“ über den Text ist der Fall. Das ist natürlich unangenehm und stiftet unnötig Verwirrung, wo keine sein sollte. Deswegen empfiehlt man Textern häufig die Drei-Sekunden-Regel. Die Regel besagt: Bauen Sie nur Sätze und Nebensätze mit maximal neun bis zehn Wörtern. Sie glauben uns nicht, dass es so einfach sein kann? Dann zählen Sie gerne nochmal die Wörter in diesem Absatz. 😉

So sagte schon Schopenhauer: „Da der Mensch nicht zwei Gedanken auf einmal denken kann, soll man ihm auch nicht eine Phrase in die andere leimen.“

7. Kurzfassen

Labern kann jeder! Die wahre Kunst sind pointierte Formulierungen, die viel aussagen, ohne zu palavern. Diese erfordern aber, dass man die Aussage des Textes in allen Facetten genau kennt und verstanden hat. Nur wer informiert ist, kann das Wichtige vom Unwichtigen trennen und sich kurzfassen.

Fit für den nächsten Text?

Liste zur Hand nehmen und die Punkte verinnerlichen
– dann steht Euren kommenden Artikeln,
Posts oder Broschürentexten nichts mehr im Wege!

Klares und gutes Design beginnt schon bei einem guten Text.
Viel Spaß beim Schreiben!

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Über den Autor

Franziska Schönhöfer

ist Content-Managerin bei Panzer & Neumann. Texte schreiben, Fotografieren und Kommunikation in den sozialen Medien sind ihre Stärken. Als Absolventin im Bereich "Medien und Kommunikation" setzt sie sich sowohl wissenschaftlichen als auch wirtschaftlich mit unseren Themen auseinander.